Militärische Marschmusik


Diese traditionelle Domäne der Militärmusik dient heute vor allem als Element der Traditionspflege zur Erhaltung der Musikkultur des Marsches. Wichtiger Bestandteil der militärischen Marschmusik sind auch die sog. Spielmannszüge, die aus kleinen Trommeln und Querpfeifen (Piccoloflöten) bestehen. Ihre rhythmische Führung obliegt einem sog. Tambourmajor mit seinem charakteristischen Tambourstab. Insbesondere bei Auftritten bei militärischen Anlässen (Großer Zapfenstreich, Vorbeimärsche) werden solche Spielmannszüge an das marschierende Musikkorps angeschlossen. Sie können aber auch auf sich allein gestellt eingesetzt werden. Ihre Aufgabe liegt neben der rhythmischen Untermalung des Musikkorps v. a. im Schlagen des sog. Generalmarsches. Dieser nur von den Trommlern intonierte Marsch dient beim Marschieren ohne "klingendes Spiel" (d. h. bei schweigendem Musikkorps) als Takthilfe für die Truppe. Den übergang vom Generalmarsch zum klingenden Spiel (in Deutschland mit dem sog. Lockmarsch verbunden) ordnet der Dirigent des Musikkorps durch Zeichen mit dem Taktstock an.


Dienstsachen / Militärmusik


Neben der Marschmusik gehört vor allem das Aufführen feierlicher, getragener Musikstücke zum festen Bestandteil militärischen Zeremoniells (z. B. bei Gelöbnissen oder beim Großen Zapfenstreich). Dabei handelt es sich v. a. um oft mit religiösen Texten unterlegte Choräle aus Zeiten, in denen das morgend- bzw. abendliche Gebet der Soldaten noch zum regulären Dienstbetrieb gehörte. Heute wird das Spielen dieser Stücke nicht mehr als Aufforderung, sondern nur noch als Gelegenheit zum Gebet für alle Konfessionen betrachtet.


Karnevalsmusik


Das musikalische Repertoire, das neben Gassenhauern auch eine ganze Menge leise Töne umfasst, wird das ganze Jahr hindurch gespielt und gesungen; die Musik ist Teil der Stadtkultur. Zwischen Weiberfastnacht und Aschermittwoch wird in den Kneipen meist der "partytaugliche" Teil der über 20.000 Lieder gespielt, wobei als Faustregel gilt: je näher eine Kneipe an der Altstadt liegt, desto mehr wird das traditionelle Liedgut mit deutschen Schlagern, Skihütten- und Ballermann-Liedgut gemischt. In den Wirtschaften der Veedel hört man dagegen auch häufiger etwas leisere Töne und mehr schunkel-taugliches. Im Zoch überwiegt Marschmusik.