Chronik 1946

Ein neuer Beginn


Im Frühjahr 1949 fand sich eine Reihe alter Vereinsmitglieder zusammen, um das Trommler- und Pfeiferkorps neu zu beleben. Instrumente und Uniformen waren während des Krieges verloren gegangen oder unbrauchbar geworden. Deshalb mussten bei Nachbarvereinen Instrumente ausgeliehen werden. Eine Kirmesveranstaltung brachte dem Verein die ersten finanziellen Mittel. Die Ausbildung der Tambouren wurde von den Spielleuten Albert Schröder, Heinrich Gerhards und Anton Franzen übernommen, die der Flötisten übernahm Leo Hermanns, Peter Hermanns und Lambert Lambertz. Zur Herbstkirmes trat das Korps dann mit Tambourmajor Leo Hermanns erstmals wieder in der Öffentlichkeit auf.

Anfang des Jahres 1950 wurden neue Trommeln und Flöten angeschafft. Bei Kirmes und sonstigen Dorffesten konnte das Korps von nun an stets dabei sein. Selbst die Porselener Schützen verpflichteten den Spielmannszug. Noch im selben Jahr feierte man das 30-jährige Bestehen. über 30 Vereine nahmen an diesem Fest teil, um beim Wettstreit die vom Landrat Peter Pilates gestiftete Kreiswanderplakette zu erringen. Das Tambourkorps Dremmen errang diese hohe Auszeichnung ein Jahr später bei einem Wettstreit in Brachelen selbst.

1952 legte Leo Hermanns das Amt des Tambourmajors nieder. Sein Nachfolger wurde Heinrich Kochs. Beim großen Festabend des nächsten Wettbewerbs am 11. Mai 1952 überreichten die Gründer und alten Vereinsmitglieder ihm die noch heute vom Tambourmajor getragene Plakette mit der Aufschrift: "Zur Erinnerung an die Alten, zum Ansporn für die Jungen".



Der Höhepunkt im Jahr 1954 war das Dekanatsfest in Dremmen. Zum Schluss des Festes führte das Korps mit der bekannten Kapelle "Christian Reuter, Köln" den "Großen Zapfenstreich" auf. Leo Hermanns fungierte das letzte Mal als Korpsführer und legte damit auch das Amt als Ausbilder nieder. Disziplin, spielerisches Können und Kameradschaft gab er dem Verein mit in die Zukunft.

Mitte der 50er Jahre hatte das Trommler- und Pfeiferkorps eine schwere Krise zu überwinden. Gute Spielleute blieben dem Proben fern, und um den Nachwuchs war es schlecht bestellt.

Erst Anfang des Jahres 1960 kam neuer Schwung in die Reihen des Vereins, als neue Mitglieder die Lücken füllten.

1968 lieferten sich die Spielleute des Trommler- und Pfeiferkorps Dremmen mit ihren Konkurrenten aus Birgden einen packenden Wettstreit um die von Landrat Pilates gestiftete Kreiswanderplakette. Die Spielleute mussten drei Mal die Bühne betreten und die geforderten Märsche, Parademarsch und Präsentiermarsch, darzubieten. Das Trommler und Pfeiferkorps Dremmen konnte als glücklicher Sieger schließlich diese Trophäe nach Hause tragen.

1970 war das 50-jährige Bestehen des Vereins Anlass, ein großese Jubiläumsfest zu veranstalten. Aus diesem Grunde wurde auch bei dem Fest die Kreiswanderplakette ausgespielt, die das Trommler- und Pfeiferkorps Oberbruch gewann. Als Krönung des Festes wurde der "Große Zapfenstreich" aufgeführt. Das Jubiläum war ein voller Erfolg. Durch die erhaltenen finanziellen Mittel konnten 1971 neue Uniformen angeschafft werden.